Thomas Edelbluth wechselt nach Schwäbisch Hall

Lars Kehling (links) und Thomas Edelbluth
Lars Kehling (links) und Thomas Edelbluth

Pfingstweid: „Wir gratulieren Thomas Edelbluth zu seiner Berufung in die Leitung eines großen diakonischen Unternehmens und bedauern sehr, dass er uns verlässt." Diese Worte zieren die Einladung des Verwaltungsrates zur Verabschiedung des kaufmännischen Vorstandes der Diakonie Pfingstweid am 18. März.

Viereinhalb Jahre hat Edelbluth die kaufmännischen Geschicke der Diakonie geleitet.

In der Zeit hat er Tettnang und die Umgebung lieb gewonnen. „Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt", bekennt der 48-Jährige, der seinen Weggang als ungeplant bezeichnet. Bereits im Oktober 2015 hatte er die Zusage bekommen. Die Zusage, künftig als kaufmännischer Vorstand des Sonnenhofs in Schwäbisch Hall zu wirken. Als Arbeitgeber von 960 Mitarbeitern unterstützt der Verein Sonnenhof mehr als 1600 Menschen mit geistiger Behinderung im gesamten Landkreis Schwäbisch Hall. Für den Aalener Edelbluth nicht nur eine neue Herausforderung, sondern auch die Möglichkeit, wieder in der Nähe seiner Heimat zu arbeiten. „Ich pendele ja seit zehn Jahren", sagt der Mann, der gemeinsam mit dem pädagogischen Vorstand Lars Kehling in den vergangenen Jahren einiges für und in der Diakonie Pfingstweid umgestaltet und in die Wege geleitet hat.

Er selbst führt neben der Standortentwicklung vor allem die Umorientierung weg von der klassischen Behinderteneinrichtung der 80er- und 90er-Jahre hin zu gelebter Inklusion an.

„Ich glaube, das darf man so sagen, ich habe gemeinsam mit Herrn Kehling große Aufgaben in Pfingstweid bewältigt", sagt der Vorstand, der offiziell noch bis 31. März bei der Diakonie Pfingstweid sein wird. Klar hebt er auch hervor: „Ich gehe ganz ohne Groll. Im Gegenteil."

Und Lars Kehling greift den Gedanken im gemeinsamen Pressegespräch auf: „Als Duo haben wir sehr gut zusammengearbeitet. Insofern ist sehr schade, dass er geht." Kehling macht aber auch deutlich, dass man schon vor längerer Zeit begonnen habe, die Aufgaben im Führungsteam entsprechend zu verteilen: „Was wir tun, müssen wir so tun, dass es nicht von Personen abhängt."

Der Nachfolger von Thomas Edelbluth stehe noch nicht fest, die Bewerbungsfrist ende im März. Genaue Vorstellungen, wie die Stelle zu besetzen ist, gibt es allerdings. Kehling: „Wir suchen gezielt einen kaufmännischen Nachfolger." Dass der aus den eigenen Reihen kommt, scheidet offenbar eher aus, weiß der pädagogische Vorstand: „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir extern besetzen, ist sehr hoch." Mit wem besetzt wird, hat der neue Verwaltungsrat der Diakonie Pfingstweid zu entscheiden, der gestern getagt hat.

Für Thomas Edelbluth, der in Tettnang „das Familiäre, die Nähe zu den Klienten und natürlich den Bodensee" besonders geschätzt hat, beginnt nun am 1. April ein neuer beruflicher Abschnitt. Und für den nimmt er sich vor, dass sich „Pfingstweid und Sonnenhof vielleicht etwas annähern".

 

Kai Lohwasser, Schwäbische Zeitung Tettnang

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