14.05.2020

Briefe gegen die EInsamkeit: Gedichten und Geschichten

Per Post kommt Ermutigung in der schweren Zeit.

Viele Briefe mit selbstgemalten Bildern oder netten Worten sind in den vergangenen Wochen in den Briefkästen und digitalen Postfächern der Diakonie Pfingstweid und der Stiftung Liebenau gelandet und haben für strahlende Augen bei den Bewohnern gesorgt. Der Aufruf der SZ für die Aktion „Briefe gegen Einsamkeit“ stieß auf positive Resonanz.

Und auch weiterhin sind die Menschen aufgefordert, den Bewohnern von Behinderten- und Pflegeeinrichtungen mit selbstgeschriebenen Zeilen oder einem Bild eine Freude in dieser schweren Zeit zu machen und ihnen zu signalisieren, dass jemand an sie denkt.

Bei der Stiftung Liebenau seien viele Briefe an die Bewohner der Häuser der Pflege gerichtet gewesen, berichtet Pressesprecherin Helga Raible. Doch auch in der St. Lukas-Klinik und in den Wohnhäusern für Menschen mit Behinderungen sei Post angekommen. „Allen Briefen gemeinsam war, dass sie sehr liebenswürdig geschrieben waren, emotional und einfühlsam“, meint Raible.

Da die Briefe meist nicht an einzelne Personen adressiert gewesen seien, hätten auch diejenigen eine Freude gehabt, die keine persönliche Post von Angehörigen oder Freunden bekommen. Und diese Freude sei laut Berichten der Einrichtungsleitungen „riesig groß“ gewesen, meint Raible weiter. Denn die Post zeige Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Zusammenhalt.

Bei der Diakonie Pfingstweid waren viele direkt an bestimmte Personen gerichtete Zusendungen dabei. „Die Inhalte reichten von Bildern bis zu einem selbstgeschriebenen Gedicht“, berichtet Pressesprecherin Nora Gollob.

 

Foto: Diakonie Pfingstweid

Artikel: Linda Egger, Schwäbische Zeitung, 12.05.2020

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