29.05.2019

Buntes Miteinander auf dem Jubiläums-Jahresfest

Mit einem lebendigen und farbenfrohen Gottesdienst haben bereits am Morgen des 26. Mai über 200 Gäste das Jahresfest der Diakonie Pfingstweid eröffnet. Klientinnen und Klienten, Angehörige, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nicht zuletzt der Vorstand haben in diesem Jahr vor allem auch das 150jährige Jubiläum des Vereins gefeiert. Im Laufe des Tages genossen sie und zahlreiche weitere Gäste das sommerliche Miteinander beim Frühschoppen und Mittagessen, bei Musik und Spielen.

Den Frieden gemeinsam gestalten

Ein Regenbogen, ein Engel, ein knallrotes Herz: Zahlreiche bunte Bilder zum Thema Frieden, gemalt von Klientinnen und Klienten, schmückten den Altarraum in der Sporthalle der Diakonie Pfingstweid. Begeistert kommentierten die Künstlerinnen und Künstler ihre Bilder selbst, nachdem sie Pfarrerin Gabriele Verdeil darum gebeten hatte. Auch die anschließende Diskussion über die jeweiligen Motive zum Thema Frieden, die Fürbitten, die musikalische Begleitung und weitere Elemente des interaktiven Gottesdienstes gestalteten die Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand. „Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg“, sagte Lars Kehling, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Pfingstweid, „Frieden ist, wenn es einer Gemeinschaft gut geht. Wenn es keine Ausgrenzung und Angst gibt. Wenn der Einzelne sagen kann: ‚Hier ist es gut für mich!‘ – hier, in der Gemeinde, der Familie, in den Wohngruppen der Diakonie Pfingstweid.“

 

Eindrücke aus den letzten 150 Jahren

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums stimmte das Musikteam noch während des Gottesdienstes ein „Happy Birthday to you“ an. Im Laufe des Tages konnten die Gäste außerdem im Rahmen einer Sonderausstellung Eindrücke aus den letzten 150 Jahren der Diakonie Pfingstweid sammeln. Hier wurden antike Gebrauchsgegenstände, Maschinen und Werkzeuge sowie Bilder und Dokumente gezeigt. Interessierte Besucherinnen und Besucher erfuhren unter anderem, dass der Hof „Pfingstweide“ im Jahr 1849 von der Basler Mission erworben und damals von drei Missionsbrüdern geleitet wurde. Dass er zunächst als Heim für Kinder, dann für Handwerksgesellen und schließlich als Heilanstalt für Epileptiker diente; der Verein Pfingstweid selbst im Jahr 1868 gegründet wurde.

 

Gewinnspiel mit Informationscharakter

Ein weiteres Highlight des Jubiläums-Jahresfestes war das Pfingstweid-Gewinnspiel, bei dem die Gäste einen Zeppelin-Rundflug sowie Geschenkkörbe des Biolandhofs gewinnen konnten – vorausgesetzt, sie hatten die vier Fragen korrekt beantwortet hatten. Dabei ging es um die Zahl der Standorte mit stationären Wohnangebot (5), das meist erzeugte Produkt im Biolandhof (Eier), die Anzahl der Jahre, seit es die Offenen Hilfen gibt (33), den ältesten Bewohner (98 Jahre) und ein Produkt der Spielzeugmanufaktur mit Bezug zur Stadt Friedrichshafen (Greifling „Zeppi“). Wer die Antworten nicht selbst wusste, konnte sie bei allen Insidern in Erfahrung bringen – und sich im Gespräch ganz spontan auch über andere Themen austauschen.

 

Zahlreiche Sponsoren aus ganz Tettnang

Neben den Bähnle-Rundfahrten über das Gelände, den Hieroniemuß‘ Doctor-Clowns, dem Stockbrot-Grillen im Sinnesgarten oder dem Kistenklettern war vor allem die Tombola wieder ein großer Publikumsmagnet auf dem Jahresfest. „Da im letzten Jahr schon gegen Mittag alle Gewinne gezogen waren, haben wir die Tombola diesmal in zwei Etappen organisiert“, erklärte Bereichsleiterin Melanie Süß-Scharf. Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder zahlreiche Sponsoren aus ganz Tettnang. Zu gewinnen gab es vom Duschgel, über Erste-Hilfe-Sets bis hin zum Liegestuhl so ziemlich alles.