12.04.2021

Diakonie Pfingstweid: Erstimpfung ist geschafft

Fünf mobile Impfteams aus dem Bodenseekreis und Tübingen haben am Wochenende bei der Diakonie Pfingstweid 220 Menschen gegen Corona geimpft. Darunter waren rund 130

Klienten und 90 Mitarbeiter. „Das ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Normalität“, sagt Lars Kehling. Er ist Vorstand des Anbieters im Bereich der Behindertenhilfe. Die

Impfbereitschaft habe über 90 Prozent gelegen. Der zweite Termin ist an Pfingsten. Mit dem Schritt zurück zur Normalität, sagt Kehling, meine er in erster Linie die Hoffnung darauf, dass in einigen Monaten wieder Gemeinschaft gelebt werden kann. Die Impfung mit dem Biontech-Mittel sei ein gut wahrnehmbarer Schritt auf dem Weg dorthin, auch wenn es sicher erst einmal für längere Zeit wie gewohnt weitergehe. Denn die Maßnahmen mit Abstandhalten, Maske tragen und der Trennung der verschiedenen Gruppen voneinander wird auch die nächsten Wochen weiter prägen. Zum einen handelt es sich erst um die erste Impfung, der zweite Termin ist am Pfingstsonntag. Und was eine spätere Normalisierung anbelangt, sieht Kehling die Politik in der Pflicht, die Rahmenbedingungen hierfür festzulegen.

Wer infiziert gewesen ist, muss sechs Monate auf Impfung warten. Dass es hier eine Perpektive geben muss, ist für ihn klar, gerade auch mit Blick auf die Diakonie Pfingstweid: „Die Gemeinschaft ist bei uns ein hohes Gut.“ Das reiche von gemeinsamen Aktivitäten bis hin zum Treffen in der Kantine. Das fehlt vielen. Deswegen, so ergänzt Pfingstweid-Sprecherin Nora Gollob, sei nach der Spritze auch sehr viel Zuversicht zu spüren gewesen. Damit sei eben genau diese Hoffnung verbunden, dass das eines Tages so wieder möglich sein wird. Die Zweitimpfung am Pfingstsonntag für alle Beteiligten kommt dabei möglicherweise auch einigen Bewohnern zugute, die eine Coronainfektion bereits mehr als sechs Monate hinter sich haben. Erst dann empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) einen Impftermin. In diesen Fällen allerdings einen einmaligen, eine Zweitimpfung entfällt dann unabhängig vom verwendeten Impfstoff. Hier gibt es mehrere Betroffene bei der Pfingstweid. Die Klienten der Wohngruppen, die zu Anfang des Jahres an Corona erkrankt sind, werden zu Pfingsten noch nicht dabei sein. Insgesamt hat die Diakonie in Pfingstweid 300 Mitarbeiter. Kehling verweist darauf, dass es keine Impfpflicht gebe und dass Mitarbeiter dem Arbeitgeber das auch nicht melden müssten. Allerdings wisse er von vielen, dass sie bereits im Impfzentrum ihre Erstimpfung erhalten hätten. Dies sei dadurch möglich geworden, dass die Mitarbeitenden zur vorgezogenen Prio 2 gehörten. Es sei also so, dass die Diakonie Pfingstweid hier sehr gut aufgestellt sei.

 

Artikel Schwäbische Zeitung Tettnang, Mark Hildebrandt 12.04.202

 

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