02.10.2017

Erntedank-Gottesdienst unterm Regenbogen

Traditionell ist das Erntedankfest mit dem reich mit Früchten geschmückten Altar der Anlass im Jahr, um Gott für die erfolgreiche Ernte Dank zu sagen.

Der berührende Gottesdienst am Sonntag in der gut besuchten St. Gallus Kirche stand unter dem Motto „Dank für die Vielfalt der Schöpfung“. Er wurde vom Familiengottesdienst-Team zusammen mit Bewohnern und Betreuern der Diakonie Pfingstweid vorbereitet und gefeiert und ist von der Band „Na Und“ musikalisch gestaltet worden. Pfarrer Rudolf Hagmann verglich die Vielfalt der Menschen mit dem Regenbogen, der aus lauter einzigartigen Farben und damit gleich wichtigen Bestandteilen zusammengesetzt sei: „Jeder von uns wurde von Gott zu etwas Besonderem gemacht.“ Sich das zu vergegenwärtigen, bedeute auch, alle anderen, ungeachtet ihrer Stärken und Schwächen, zu achten.

 

In einem Farbenspiel wie auch in den Fürbitten wurde verdeutlicht, welche Bedeutung jede einzelne Farbe des Regenbogens habe und dennoch nur im Zusammenspiel mit allen anderen zur Geltung komme – wie der Einzelne in der Gemeinschaft.

Die evangelische Pfarrerin der Diakonie Pfingstweid, Gabriele Verdeil, nahm den Gedanken des Regenbogens in ihrer Predigt auf, bei der die Unterschiedlichkeit und die Individualität der Menschen im Vordergrund standen. „Alles gleich oder in einer Farbe wäre langweilig: Gott hat uns in bunter Vielfalt gewollt!“, unterstrich sie und nannte als Beispiel, dass Gott die Hochleistungssportler genauso wie die Gemächlichen, die Macher wie die Schüchternen, die Denker wie die Handwerklichen wolle und brauche. Die große Vielfalt der Menschen solle nicht erschrecken und dazu führen, dass Grenzen aufgebaut werden, sondern für ein gelungenes, bewegtes Leben der Gemeinschaft in der einen Schöpfung sorgen.

Schwäbische Zeitung 2.10.2017, Tanja Buchholz (Foto und Text)