03.01.2020

Klienten gestalten Jahreslosung selbst

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Markus 9,24. Ein Bibelwort als Wegweiser. 2020 ist es dem Markusevangelium entnommen.

Fünf Klienten aus dem Förderbereich unserer Einrichtung gestalteten zusammen mit Mitarbeitern das Bildmotiv.

 

Gedanken von Pfarrer Markus Granzow-Emden (Stuttgart) zur Jahreslosung:

Wer bin ich? Ein Wegweiser soll das sein? Der das sagt, kann sich ja selber nicht entscheiden. Glaubt er nun – oder glaubt er nicht? – Aber ehrlich: Weiß ich das denn von mir selber?

Wer bin ich? So hat sich auch Dietrich Bonhoeffer gefragt: „Bin ich das, was andere sagen – oder bin ich das, was ich selbst von mir weiß?“

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Wohin gehen unsere Wege im neuen Jahr? Was kommt auf uns zu? Werden wir die Herausforderungen bestehen? Es tut gut zu wissen: Gott ist bei uns im neuen Jahr, am Abend und am Morgen. Er verheißt uns seine Hilfe. „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ – so sind wir nicht allein. So führt uns Gott durch die Zeiten, und lässt uns erfahren, wer er für uns ist.

 

Wikipedia:

Als Jahreslosung wird von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) für jedes Jahr drei Jahre im Voraus ein Vers aus der Bibel ausgewählt.

Die Jahreslosung gilt vielen Christen vor allem deutscher Sprache als Leitvers für das Jahr. In Kirchen, in denen nicht liturgische Regelungen dem entgegenstehen, wird sie häufig als Predigttext für den ersten Sonntag im Jahr ausgewählt. In der jährlichen Ausgabe der Herrnhuter Losungen erscheint sie jeweils auf einer der ersten Seiten.

Die Jahreslosungen werden seit 1930 veröffentlicht. Die erste Jahreslosung war von dem schwäbischen Pfarrer Otto Riethmüller, dem damaligen Vorsitzenden des Reichsverbandes weiblicher Jugend, in Absprache mit dem Dachverband der Evangelischen Jungmännerbünde, einem Vorläufer des CVJM, gewählt worden. Sie lautete: „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht“ (Röm 1,16 LUT).

Seit 1969 beteiligt sich die römisch-katholische Kirche daran. Seit 1970 werden Jahreslosung, Monatssprüche und Bibellesepläne von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) herausgegeben. Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus 24 christlichen Dachverbänden. Neben dem Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) gehören auch die Vereinigung Evangelischer Freikirchen, der Jugendverband Entschieden für Christus, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, die „Gemeinsame Arbeitsstelle für Gottesdienstliche Fragen“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie die Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) beim Diakonischen Werk der EKD zur ÖAB.

Die ÖAB ist nicht auf Deutschland begrenzt; neben der Deutschen gehören auch die Schweizerische und die Österreichische Bibelgesellschaft zu den Mitgliedsverbänden.

Die Vorschläge für die Jahreslosung kommen aus den 24 Mitgliedsverbänden der ÖAB. Jeder Verband entnimmt dem aktuellen ökumenischen Bibelleseplan zwei geeignete Bibelverse, die an der Jahrestagung der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen in vier Arbeitsgruppen diskutiert werden. Jede dieser Arbeitsgruppen legt dem Plenum schließlich zwei Vorschläge zur endgültigen Beratung vor. Am Ende dieser Beratung steht eine Einigung auf zwei Verse, die zur Abstimmung vorgelegt werden. Jahreslosung wird schließlich derjenige der beiden Verse, der die absolute Mehrheit der Stimmen erhält.