17.09.2018

"Unsere Kirche bleibt im Dorf - und so wird es auch bleiben"

Inklusionsgottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde anlässlich Gemeindefest

Der bunte Festgottesdienst begeisterte gestern die Besucher. Der Singkreis umrahmte gesanglich mit Herrn Krüger an der Orgel und am Harmonium. Das Thema "Unsere Kirche bleibt im Dorf - und so wird es auch bleiben" veranschaulichten Klienten der Diakonie Pfingstweid zusammen mit einem Gottesdienstteam. Wie geht es weiter mit der Kirchengemeinde wenn 2024 die neuen Strukturen greifen? Das Haus bleibt stehen; auch den Mesner, den Hausmeister, die Sekretärin und den Kirchengemeinderat wird es weiterhin geben. Einen eigenen Pfarrer wird die Kirchengemeinde nicht mehr haben. Die Gemeindeglieder werden mehr gefordert sein. Da beruhigte eine Dame aus der kath. Kirchengemeinde: „In der Seelsorgeeinheit gibt es seit Jahren nur einen Pfarrer für drei Kirchengemeinden. Man wächst mit der Zeit zusammen, macht verschiedene Gottesdienste und Aktionen gemeinsam. Die Eigenheiten der einzelnen Gemeinden sind erhalten geblieben.“ Übertragen auf die evangelische Paul-Gerhardt-Gemeinde bedeutet es lediglich eine Änderung der Strukturen, es hält jede Woche ein anderer Pfarrer den Gottesdienst hier. Man könnte ergänzend eine Jugendkirche starten kam als Vorschlag. Wohin mit meinen Sorgen? fragt ein Klient. Da reden wir mit dem Herrn, am Gebet wird sich nichts ändern. Gott steht immer noch im Mittelpunkt der Gemeinde und alle sehen auf ihn. Das Team stand um einen Brunnen, der die Quelle des Lebens verkörperte und schaute was alles darin ist: Glaube, Gebet, Ökumene, Liebe, .... und nicht zuletzt der Segen Gottes, alle Begriffe anschaulich auf große Wassertropfen gemalt.

Pfarrerin Krüger geht in ihrer Ansprache auf ein Gespräch Jesu mit einer Frau am Brunnen ein, von dem in der Bibel erzählt wird. Es ging in dieser Geschichte nicht allein um das Wasserschöpfen, sondern darüber hinaus u. a. um die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Vertrauen. Zweifel und Ängste, Fragen und Sehnsüchte haben wir alle. Mit den Strömen lebendigen Wassers werden unsere Sehnsüchte gestillt.

Die neuen Konfirmanden (Konfis) stellten sich kurz vor und erhielten als Geschenk der Gemeinde ihre Bibeln. Vom samstäglichen Konfitag mit Konfis der anderen Häfler Kirchengemeinden brachten sie das Lied "One Way-Jesus" mit, das sie A-cappella mit Herrn Krüger am Klavier vortrugen. Das geplante Konficamp hat das Lied mit Band auf dem Programm. Die Konfis freuten sich sichtlich, hier ihre musikalischen Begabungen einbringen zu dürfen. Der Singkreis schließt den Gottesdienst mit einem Segenslied aus Frankreich.

Danach ging es nahtlos zum gemeinsamen Mittagessen draußen über. Köstlichkeiten auf dem Kosakengrill und dem Salatbuffet erfreuten genauso wie das spätere Kuchenbuffet. Die Konfis servierten frisch gebackene Waffeln. U. a. brachten die Guck a Musik der Diakonie Pfingstweid und die CajonJett-Gruppe Stimmung in das Gemeindefest. Die Kirche bleibt im Dorf - egal wie sich die Strukturen ändern.