05.03.2019

Der Schlüssel ist weg - Pfingsti ahoi in der Diakonie Pfingstweid

Am bromigen Freitag war es soweit - Hallenfasnet in Pfingstweid – spitze!

Der Schlüssel ist weg - Pfingsti ahoi in der Diakonie Pfingstweid

Am bromigen Freitag war es soweit - die Pfingstweider Guck a Musik und Moderator Christian Jäger heizten ab 13.11 Uhr vor der Halle ein. Immer mehr Narren fanden sich ein. Schlüsselgewalt in Gefahr. Doch diesmal ganz entspannt alles, die offensichtlich total erleichterten Vorstände Lars Kehling und Dirk Mußmann lassen sich abführen und werden die "freie Zeit" bis zum Kehraus am kommenden Dienstag wohl genießen?! Der Narrenbaum mit Pfingsti steht! Pfingsti ahoi!

 

Hallenfasnet in Pfingstweid – spitze!

Ca. 20 Narrenzünfte aus der Nachbarschaft bis Bad Waldsee springen ein. Motto in diesem Jahr „Pfingsti im Zirkus“. Bei der Hallenfasnet brummt es mal wieder. „Wir kommen immer gerne“, so verlauten Stimmen aus den Gruppen. „Schon vor der Halle werden wir mit Würstchen aus dem Kessel begrüßt und später mit dem Pfingsti-Burger in der Caféteria verwöhnt. Perfekt geplant und durchgeführt wie stets“.

Die Moderatoren Christian Jäger und Miriam Nitz begrüßen als erstes die abgesetzten Vorstände auf der Bühne. Dirk Mußmann zaubert gekonnt ein Karnickel aus dem Hut, welches sich als sein Kollege Lars Kehling herausstellt. Spitze!

Welch eine Ehre, die Gräfliche Narrenschaft zu Tettnang führt den Reigen der Narrenzünfte an. Zum ersten Mal dabei. „Aufgemerkt“ schallt es in den Saal, da müssen die Pfingstweider erst mal lernen was es zu antworten gilt: „d’Gräfin kommt“, was den geübten Festlesfeiernden selbstverständlich sofort gelingt.

Die Kauer Waldteufel bringen den abgesetzten Ortsvorsteher Joachim Wohnhas mit. Hofmarschall und Narrenmutter feiern mit der Chaos & Promille Band und klatschen zum Tanz der Jugend. Eine Zugabe muss sein. „Kau Kau – Oho“. Die Schussenbole aus Kehlen geben diesmal Popcorn aus. „Narri-Narro“.

Gickeler, Hopfensau, Hopfennarren, Rote Spinnen, Gätterlet – die Narrenfiguren der Narrenzunft Tettnang stürmen die Bühne. Zunftmeister Michael Pfau freut sich über ein Geburtstagslied – live gesungen vom Saalpublikum. „So viele Geburtstagsständchen wie dieses Jahr habe ich noch nie bekommen“, sagt er. „Montfort-Jehu“.

„D’Welle kommet –Dugget euch“, im wahrsten Sinne – Häfler Bodenseenarren und Schalmeien bringen Stimmung in die Halle. Da geht’s doch gleich weiter mit einer Polonaise durch die Halle. Wasenmoosgeister aus Höll tanzen mit.

Peter Schilling tönt vom Band „Völlig losgelöst von der Erde, schwebt das Raumschiff …“. Kein Raumschiff schwebt ein – nein besser, die Mädels vom Zunftballett Brochenzell erfreuen auf der Bühne. Fetzig in Pink und natürlich müssen Zugaben sein.

Weiter geht’s mit den Schussenteufeln aus Meckenbeuren „Schussateufel – Auga zua“. Elf Jahre gibt’s die Zunft jetzt schon, erfahren wir.

Bevor der Fanfarenzug Graf Anton einmarschiert, wird nochmals geschunkelt. Die Musiker heizen kräftig ein „Habt Ihr überhaupt noch Luft?“ fragt Moderator Christian. Die Streibemahder aus Eriskirch bringen Nane und Näne mit, „Iris-Blau“ tönt es allerhalben. Zum zweiten Mal sind die Weibelhäxxa aus Gattnau mit dabei, „Nauf d’Buckel – Nab d’Buckel“ tönt der Narrenruf. Die Schalmeien aus Fischbach machen die Bühne frei für den Fanfarenzug Montfort, der zusammen mit den Feuerhexen aus Tettnang den Saal stürmt. „Montfort-Jehu/Dettlang-Dolang“. Der große Fan Rainer Göggel darf ein Stück dirigieren – spitze! Hexen tanzen durch den Saal. Aufmunternd der Show-Tanz, Zwerge wirbeln über die Bühne, Konfetti knallen bei der Zugabe.

Die Zirkus AG der Pfingstweid erstaunt und begeistert und muss unbedingt im nächsten Jahr wieder auftreten. Eigentlich ist die Stimmung nicht mehr zu toppen denkt man, doch dann kommen die Lottenweiler Füchse und heizen mit der Lumpenkapelle Fötzlesbrass gewaltig ein. „Ihr seid der Wahnsinn“, so Moderator Christian nach dem Lied „Amadeus“ und ein kräftiges „Narri-Narro“ hallt allerweilen. Die Brunnisach-Hexen aus Fischbach tanzen vor der Bühne „Los a mol – Wa witt“. Das fulminante Ende der Saalfasnet die Narrenzunft Bad Waldsee. Werners Esel büxte wieder mal aus und brachte Stimmung rein. Die Narrenzunft brachte wie stets viele Geschenke mit. „Aha-aha“.